Warum eine Umkehrosmoseanlage für Menschen?


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1. Was ist Osmosewasser überhaupt?

 

Als Osmosewasser bezeichnet man ein, durch spezielle Filterung gewonnenes, sehr reines Wasser. Das Wasser wird mithilfe einer sogenannten Umkehrosmoseanlage gefiltert, indem das Wasser mit hohem Druck durch eine sehr feine Osmosemembran gepresst wird.

So werden alle Verunreinigungen, die größer als 0,0001 Mikrometer sind, durch die feine Membran herausgefiltert. Zur Verdeutlichung: 0,0001 Mikrometer entspricht einer Porengöße von  0,0000001 Millimeter, mit dem Auge also nicht mehr sichtbar.

Eine Osmoseanlage ist demnach in der Lage nahezu alle Arten von Verunreinigungen aus dem her- kömmlichen Leitungswasser herauszufiltern. Dazu zählen unter anderem Kalk, Salze, Bakterien und Viren, aber auch Rückstände von Pestiziden, Düngeresten und Nitrat.

Die einzige andere Möglichkeit einen so hohen Reinheitsgrad zu erreichen ist mit Destillation. Andere, mir bekannte, Filterverfahren (z.B. durch Aktivkohlefilter) schaffen es nicht, so ein reines Wasser herzustellen bzw. durch Filterung zu gewinnen.

 

2. Schadet Osmosewasser der Gesundheit?

 

Ich möchte hier gern mit den Bedenken aufräumen, dass Osmosewasser ungesund oder gar schädlich für den menschlichen Körper ist.

Es herrscht hier nämlich die gängige Befürchtung, dass das Reinstwasser durch das Fehlen von Mineralien und Spurenelementen ungesund ist. Zudem ist das so gefilterte Wasser leicht sauer, da Kohlenstoffdioxid aus der Luft sich im Wasser löst und so in geringen Mengen Kohlensäure bindet. Einige Menschen befürchten dadurch ebenfalls einen negativen Einfluss auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers.

Diesen beiden Thesen werde ich nun im Folgenden tiefer auf den Grund gehen.

 

2.1. Osmosewasser ohne Mineralien – Ist das noch gesund?

 

Osmosewasser ist nur weitestgehend entmineralisiert, nicht aber komplett.

Dadurch haben einige Menschen die Befürchtung, dass dem Körper nicht genug Mineralien zuge- führt werden, die Mineralien sogar noch entzogen werden.

 

Das Internet ist hierbei keine große Hilfe, so gibt es zahlreiche Berichte von Experten, die diese These bestätigen. Andererseits gibt es mindestens ebenso viele Berichte, die dies widerlegen. Oft steckt hinter solchen Untersuchungen die Absicht bestimmte Wasserfilter besser zu verkaufen.

 

Ich möchte an dieser Stelle keine wissenschaftliche Debatte entfachen, sondern werfe stattdessen einen Blick in die Natur. Welches Wasser haben die Menschen die letzten 100.000 Jahre getrunken?

Hierbei handelt es sich um Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen, Schmelzwasser von Schnee und Eis oder Regenwasser.

 

All diese verschiedensten Wasserquellen sind mineralarm.

So sind in Schmelzwasser und Regenwasser gar keine Mineralien enthalten, da es sich bei Regenwasser zum Beispiel um destilliertes Wasser handelt. Das Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen unterliegt den geologischen Verhältnissen, aber auch hier findet sich meistens nur eine geringe Menge an Mineralien im Wasser.

 

Genau aus diesem Grund komme ich zu dem Entschluss, dass der menschliche Körper für mineralarmes Wasser geschaffen ist.

Um es in Werten nochmals zu verdeutlichen: Quellen und Bäche in den Alpen haben durchweg mineralarmes Wasser mit einem TDS-Wert (engl. Total Dissolved Solids=Summe der gelösten Fest- stoffe im Wasser, darunter Mineralien) von 10-50ppm.

In Schweden sind die Seen noch mineralärmer, mit häufig nur 5ppm.

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2.1.1 Hat Osmosewasser demnach gar keine Mineralien?

 

Zwar gehören Osmoseanlagen zu den besten technisch machbaren Wasserfiltern der heutigen Zeit, aber auch sie können nicht 100% aller im Wasser enthaltenen Stoffe herausfiltern.

Insofern ist Osmosewasser nicht komplett mineralarm, jedoch weitestgehend schadstofffrei.

 

Exkurs: Welche Aufgabe hat das Wasser in unserem Körper überhaupt?

 

Der menschliche Körper ist ein komplexes System mit vielen verschiedenen ineinander greifen-

den Prozessen. Ein erwachsener Mensch besteht aus rund 70% Wasser.

Somit ist Wasser der wichtigste Bestandteil unseres Körpers und wesentlich an den Transport- prozessen beteiligt. Wasser hilft die Nährstoffe zu den Zellen zu transportieren und auch Abbau- produkte der Zellen werden mithilfe von Wasser aus dem Körper heraustransportiert.

Ich bin kein Wissenschaftler, aber mir ist bewusst, dass Wasser der Ursprung allen Lebens ist und uns alle am Leben erhält.

Wenn das zugeführte Wasser nun reiner ist als herkömmliches Leitungswasser, dann kann es all seine Transportaufgaben in unserem Körper besser erledigen. Unser Körper muss sich weniger Schadstoffe erwehren.

Die Mineralien, die wir über unser Wasser aufnehmen, können wir meist gar nicht direkt verwer- ten.

So einfach funktioniert das eben nicht. Durch eine ausgewogene Ernährung nehmen wir all die Mineralien, Spurenelemente und Vitamine zu uns, die wir brauchen.

Und das Wasser in unserem Körper hilft beim Transport.

 

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Komplexes_System 

 

2.2 Entzieht Osmosewasser dem Körper Mineralien?

 

Wenn Osmosewasser schon kaum Mineralien enthält, löst es womöglich die restlich verbleibenden Mineralien aus meinem Körper heraus?

Viele fürchten so eine Mangelerscheinung durch das Reinstwasser.

Aus diesem Grund zitiere ich eine Aussage eines Heilpraktikers und der erklärte es mir wie folgt:

 

„Zuerst nutzt unser Körper die Transportkapazitäten des Osmosewassers um Abbauprodukte und Schlacken, die der Körper los werden möchte, hinaus zu befördern. Davon haben wir bei unserer industriellen Lebensweise in der Regel so viel, das es gar nicht zum unerwünschten Abbau von Mineralien kommen wird. Nur bei Babys und ganz kleinen Kindern, die noch nicht so belastet sind, könnte die Gefahr bestehen, das Mineralien entzogen werden. Deshalb sollte man so kleinen Menschen Osmosewasser nur in Kombination mit Gemü- se oder Obstsäften geben.“ 

 

Die Sorge also, dass Osmosewasser unserem Körper wichtige Mineralien entzieht, ist somit unbegründet.

 

2.2.1 Sollte man Osmosewasser remineralisieren?

 

Aus gesundheitlicher Sicht ist es nicht notwendig das Wasser zu remineralisieren.

Jedoch geben Mineralien Geschmack und es gibt Leute, die den Geschmack von sehr mineralarmem Wasser nicht besonders mögen.

Hier kann man natürlich remineralisieren, sollte aber darauf achten, dass die gute Transportkapazität des Wassers erhalten bleibt.

Aus diesem Grund orientiere ich mich an den guten Gewässern der Natur und achte darauf bei einer Remineralisierung unter 40ppm zu bleiben.

 

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2.3 Ist Osmosewasser zu „sauer“?

 

Da Osmosewasser leicht sauer ist, haben viele die Befürchtung, dass das leicht saure Wasser schadet, weil wir durch die heutige Gesellschaftsform ohnehin schon „übersäuert“ sind.

 

Wie für jedes andere Problem in der Gesellschaft auch, hat sich hieraus ein ganzer Industriezweig entwickelt, doch im nächsten Abschnitt dazu mehr (Vgl. „Braucht unser Körper basisches Wasser überhaupt?“).

 

Spricht man vom reinen Osmosewasser, so ist es im ersten Moment eigentlich neutral und weder sauer noch basisch. Aufgrund seiner geringen Pufferkapazität, durch die Mineralarmut, verwandelt es sich mit geringsten Mengen einer Säure oder Base in leicht saures oder basisches Wasser. Denn das besagt die sogenannte „Pufferkapazität“. Diese steht für die Stabilität des pH-Werts einer Lösung bei Zugabe von Basen oder Säuren.

 

Das Osmosewasser wird also dadurch leicht sauer, da im Wasser immer etwas Luft gelöst ist und somit das Kohlenstoffdioxid der Luft sich im Wasser löst und sich so kaum spürbare Mengen an Kohlensäure bilden. Diese Veränderungen des pH-Werts sind jedoch unerheblich, da es sich hier um minimalste Veränderungen im Hundertstel, wenn nicht sogar Tausendstel, Bereich handelt.

Unser Körper verträgt ohnehin eher saures Milieu, als basisches. So sind viele unserer Lebensmittel eher sauer als basisch, da unser Körper genau darauf angepasst ist. So ist unsere Magensäure schließlich auch eine Säure und würde durch eine Base neutralisiert.

 

2.3.1 Braucht unser Körper basisches Wasser überhaupt?

 

Wie im vorherigen Abschnitt erwähnt, so hat sich um das Thema „Säuren-Basen-Haushalt“ des Körpers eine ganze Industrie entwickelt.

 

Die Übersäuerung des Körpers der Menschen wird als Ursache für viele Zivilisationskrankheiten gesehen. Die Industrie will uns glauben machen, dass es spezielle Wasserfilter benötigt, um basi- sches Wasser zu schaffen, um damit der „Übersäuerung“ entgegen zu wirken.

 

Doch brauchen wir das überhaupt?

 

Werfen wir erneut einen Blick in die Natur, so sehen wir, dass das dort vorkommende Wasser in der Regel neutral oder leicht sauer ist. Hierbei gibt es nur wenige Ausnahmen.

Wir Menschen haben demnach im Laufe der Evolutionsgeschichte neutrales oder leicht saures Was- ser getrunken. Unser Körper ist also perfekt auf dieses Wasser abgestimmt.

In einigen Ländern wie Korea und Japan, aber auch innerhalb von Europa gibt es den „Hype“ Wasser mittels elektrischem Strom zu einem mehr oder weniger stark basischen Wasser zu machen. Dieser Prozess der Elektrolyse ist unnatürlich und das Wasser erfährt hierbei Veränderungen, deren Auswirkungen nicht erforscht sind.

Möchte man ein basisches Wasser selbst herstellen, so empfehlen sich hier lieber natürliche Prozesse durch Zugabe bestimmter Mineralien, wie Kalzium und Magnesium.

In der Natur entsteht basisches Wasser genau durch einen solchen Prozess.

Damit ist die Frage, ob wir ein solches Wasser überhaupt brauchen und, ob es es uns wirklich hilft unseren Körper zu entsäuern, trotzdem noch nicht beantwortet.

 

2.3.2 Wie wirkt basisches Wasser in unserem Körper?

 

Unser Körper hat ein ausgeklügeltes eigenes „Säuren-Basen-System“. Es sorgt dafür, dass wir weder an einer lebensbedrohliche Azidose (Übersäuerung), noch an einer Alkalose (Basenüberschuss), verkranken. Wobei eine Azidose eine Stoffwechselerkrankung ist und hier nicht mit dem Begriff der „Übersäuerung“ gleichzusetzen ist.

 

Der Mensch braucht Säuren, um richtig zu funktionieren. So ist, wie bereits erwähnt die Magensäure eine Säure und auch das Scheidenmilieu ist sauer. Der menschliche Körper ist so unglaublich vielschichtig, dass die simple Gleichung „oben rein-unten raus“ schlichtweg nicht funktioniert.

Es gibt hier noch so viel unerforschtes Gebiet. Ob der Körper von einem Lebensmittel nun basischer wird oder nicht, hat in erster Linie nicht so viel mit dem Lebensmittel an sich zu tun, sondern wie der Körper es verarbeiten kann und welche Stoffe er überhaupt aufnehmen kann.

Aus diesem Grund komme ich zu dem Schluss, dass es eindeutig nicht erwiesen ist, dass saures Wasser den Körper sauer macht und basisches Wasser den Körper basischer.

 

Da die einigen wenigen basischen Gewässer häufig als Heilquellen betitelt werden, unterliegen vie- le Menschen dem Trugschluss, dass dieses Wasser ganz besonders und im Speziellen gesund macht.

 

Heilquelle = basisches Wasser → macht gesund

Basisches Wasser = besonders gesund

 

Dieser Schluss würde auch nahelegen, dass Antibiotika besonders gesund sind.

 

Antibiotika = Medizin → macht gesund

Antibiotika = besonders gesund

 

Dieses Beispiel zeigt, wie schnell man einem Trugschluss erliegen kann. Manche Heilquellen sind demnach eher als Medizin, denn als tägliches Trinkwasser gedacht.

So sehe ich es auch bei basischem Wasser. Es kann für therapeutische Zwecke oder im Einzelfall sinnvoll sein, in Abstimmung mit dem Arzt oder Heilpraktiker, aber für die breite Masse eher ungeeignet.

Gerade das industriell hergestellte basische Wasser ist häufig sehr viel basischer, als es die Natur je schaffen könnte. Ich hätte starke Bedenken, dass es auf Dauer unser empfindliches hauseigenes Körpersystem durcheinander bringt, wo unser Körper doch perfekt auf das leicht saure oder neutrale Wasser der Natur angepasst ist.

 

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2.3.3 Wie wird der Körper denn nun basischer?

 

Mit dem Kauf eines teuren Geräts ist das Problem also nicht gelöst, auch wenn die Werbung uns dies glauben machen möchte.

Es ist hier wie bei gängigen Fitnessmythen, auch hier gibt es kein Wundermittel um schlagartig abzunehmen.

Schaut man in die Natur, so ist diese Frage leicht beantwortet. Entscheidend unsere Gesundheit geprägt haben die letzten 100 Jahre.

Zwar ist die Lebenserwartung deutlich gestiegen, doch das Leben im Überfluss bringt andere Probleme mit sich.

Hierbei ist die Ernährung ein ganz entscheidender Faktor. Wir essen nicht mehr ausgewogen, aber dieses Problem ist ja weitestgehend bekannt. Zu viel Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel, sowie zu viel Fleisch, das außerdem durch die Massentierhaltung mitunter stark belastet ist, um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

So ist es eher sinnvoll einer Übersäuerung entgegen zu wirken, indem man sich ausgewogen er- nährt, als dass man basisches Wasser trinkt.

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3. Fazit

 

Osmosewasser ist ein nahezu schadstofffreies und mineralarmes leicht saures Wasser, das durch spezielle Filterung gewonnen wird.

Das so hergestellte Wasser ist dem in der Natur vorkommenden Wasser sehr ähnlich und gut verträglich. Sowohl dadurch, dass es ähnlich mineralarm ist, wie das Wasser natürlicher Gewässer, als auch durch seine leicht saure Beschaffenheit.

 

Unser Körper ist perfekt auf diese Begebenheiten angepasst.

 

Osmosewasser ist demnach nicht gesundheitsgefährdend für unseren Körper, übersäuert ihn nicht und ist auch nicht zu mineralarm. Die perfekte Ergänzung hierzu bildet eine ausgewogene Ernährung.